Mitarbeiter vor Solarfeld

Anmeldung, Anschluss und Inbetriebnahme

Sie möchten Biogas oder Strom einspeisen? Dann sind Sie bei uns genau richtig. Alle wichtigen Informationen zu den Bereichen technische Mindestanforderungen, Anmeldeverfahren, Bauausführung und Inbetriebnahme finden Sie hier.

Einspeisung von Strom

Zur Feststellung der Netzanschlussfähigkeit und Netzverträglichkeit sind alle Erzeugungsanlagen größer 600 Watt, die an das Netz von Westfalen Weser Netz angeschlossen werden sollen vor Inbetriebnahme anzumelden.

Steckerfertige Erzeugungsanlagen bis 600 Watt brauchen vor der Installation nicht angemeldet werden.

Erzeugungsanlagen sind unter Beachtung der jeweils gültigen gesetzlichen Bestimmungen und den anerkannten Regeln der Technik so zu errichten, dass ein störungsfreier Parallelbetrieb mit dem öffentlichen Versorgungsnetz gewährleistet ist.

Hierbei sind unter anderem in der jeweils geltenden Fassung einzuhalten:

  • die einschlägigen DIN-VDE Normen - die Technischen Anschlussbedingungen (TAB)
  • die "Richtlinie für Anschluss und Parallelbetrieb von Eigenerzeugungsanlagen am Mittel/Niederspannungsnetz"
  • das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG)
  • die Niederspannungsanschlussverordnung (NAV) 

Anmeldeverfahren

Ihre Eintrittskarte zur Nutzung unserer Versorgungsnetze

Damit Sie Ihre selbsterzeugte Energie einspeisen können, benötigen Sie einen Anschluss an das jeweilige Versorgungsnetz des lokalen Netzbetreibers sowie geeignete Messeinrichtungen (Zähler).

 

Anmeldung steckerfertige Erzeugungsanlage (bis 600 Watt)

Sie können uns eine steckerfertige Erzeugungsanlage bis 600 Watt nach der Inbetriebnahme melden (vereinfachtes Verfahren). Wenn Sie einen Bezugszähler von Westfalen Weser Netz haben, kümmern wir uns um den ggf. notwendigen Austausch.

Steckerfertige Erzeugungsanlage anmelden

 

Anmeldung Erzeugungsanlage (bis 15 kW)

Bevor Sie eine Anlage größer 600 Watt in Betrieb nehmen können, muss diese zwingend bei uns angemeldet werden. Um Verzögerungen bei der Inbetriebsetzung zu vermeiden, bitten wir Sie, Ihre Anlage rechtzeitig anzumelden! Die Anmeldung dieser Erzeugungsanlagen erfolgt durch einen eingetragenen Elektroinstallateur mittels einer "Anmeldung zum Netzanschluss" unter Beachtung des üblichen Anmeldeverfahrens. Dieses Verfahren wird auch bei Mittelspannungsanschlüssen angewandt.

Folgende Unterlagen sind der Anmeldung beizufügen:

  • Datenblatt
  • Flurkarte/ Lageplan
    Ist der Standort der Anlage nicht anhand von Straßenname und Hausnummer zu lokalisieren, benötigen wir einen Lageplan, aus dem die örtliche Lage der Photovoltaik-Anlage eindeutig hervorgeht. Bitte machen Sie in diesem Lageplan die Anlagen auf den Gebäuden kenntlich.
    - Situation 1: Lage eindeutig lokalisierbar, da nur ein Gebäude auf dem Grundstück. Die Straße und Hausnummer kann eindeutig zugeordnet werden.
    - Situation 2: Lage nicht eindeutig lokalisierbar, da sich mehrere Gebäude auf dem Grundstück befinden. Hier ist es nötig, die genaue Lage der Anlage zu kennzeichnen.

Muster Situation 1

Muster Situation 2

  • Behördliche Genehmigung (soweit erforderlich)

Auf Grundlage der vollständigen Unterlagen ermittelt Westfalen Weser Netz bei EEG-Anlagen innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Bearbeitungsfrist von 8 Wochen den technisch und wirtschaftlich günstigsten Verknüpfungspunkt der geplanten Anlage mit dem öffentlichen Versorgungsnetz und teilt diesen dem Antragsteller mit. Dieses gilt grundsätzlich auch für KWK-Anlagen. In diesem Zuge prüft Westfalen Weser Netz ebenfalls, ob die Leistung der Anlage aufgrund der wachsenden Anzahl von Einspeiseanlagen durch das vorhandene Netz aufgenommen werden kann (Netzverträglichkeitsprüfung).

               Erzeugungsanlage anmelden               

 

Voranfrage stellen (ab 15 kW)

Wenn Sie eine Anlage größer 15 kW planen, eine Anlage erweitern bzw. erneuern möchten, oder kein Netzanschluss vorhanden ist, müssen Sie unbedingt eine Voranfrage stellen!

                      Voranfrage stellen                       


Bauausführung und Inbetriebnahme

Bauausführung

Nach erfolgreicher Netzverträglichkeitsprüfung kann mit dem Bau einer Anlage größer 600 Watt begonnen werden. Der Fachbetrieb errichtet die Erzeugungsanlage unter Beachtung der genannten Regelwerke und zeigt die Fertigstellung beim Netzbetreiber an. Ist der Netzanschluss der geplanten Anlage nicht über den vorhandenen Netzanschluss möglich, erstellt Westfalen Weser Netz ein Netzanschlussangebot zur Anbindung der Erzeugungsanlage an das öffentliche Versorgungsnetz.

Inbetriebnahme

Nach Fertigstellung der Anlage größer 600 Watt installiert Westfalen Weser Netz auf Wunsch des Einspeisers die Messeinrichtung, der Elektroinstallateur nimmt die Anlage in Betrieb und zeigt die Inbetriebnahme mit dem Inbetriebsetzungsprotokoll beim Netzbetreiber an. Je nach Anlagentyp ist eine Konformitätserklärung bzw. Unbedenklichkeitsbescheinigung beizufügen.

Bei PV-Anlagen mit Selbstverbrauch des erzeugten Stroms ist vom ausführenden Elektroinstallateur auf dem Inbetriebsetzungsauftrag besonders auf die abweichende Messmethodik (Drehstrom-Zweirichtungszähler an der Übergabestelle und Drehstrom-Einrichtungszähler mit Rücklaufsperre für den Gesamtstrommengenunterzähler) hinzuweisen.

Bei steckerfertigen Erzeugungsanlagen bis 600 Watt und einem Bezugszähler von Westfalen Weser Netz, kümmert sich Westfalen Weser Netz um den ggf. notwendigen Austausch.


Checkliste

Folgende Unterlagen/Formulare werden von Ihnen bei der Errichtung einer Eigenerzeugungsanlage benötigt:

  • Anmeldung zum Netzanschluss (über den Elektroinstallateur)
  • Datenblatt - Lageplan/Flurkarte
  • Konformitätserklärung/Unbedenklichkeitsbescheinigung
  • Inbetriebsetzungsprotokoll
  • BAFA-Zulassungsbescheid (nur bei Blockheizkraftwerken)
  • 60%-Referenzertragsgutachten (bei Windenergieanlagen)
  • Bestellung Rundsteuerempfänger/Fernwirkanlage

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Einspeisung von Biogas

So werde ich Einspeiser

Sie beabsichtigen eine Anlage zur Erzeugung und Einspeisung von Biogas an unser Erdgasverteilungsnetz anzuschließen?

Zum Netzanschluss von Anlagen nach der Gasnetzzugangsverordnung haben wir nachfolgend einige Informationen für Sie zusammengestellt.

Zum Anschluss einer Biogasanlage an das Erdgasnetz der Westfalen Weser Netz GmbH und zur Einspeisung des erzeugten Gases benötigen wir von Ihnen ein schriftliches Netzanschlussbegehren und darüber hinaus folgende Angaben, die mindestens für die Prüfung des Netzanschlussbegehrens notwendig sind:

  • Standort der Anlage (inkl. Lageplan und Katasterplan)
  • Betreiber der Biogasaufbereitungsanlage
  • Eigentümer der Biogasaufbereitungsanlage
  • Größe der Anlage [Nm³/h]
  • Substrateinsatz
  • eventuell mögliche Abnehmer
  • Beschreibung des Aufbereitungsverfahrens inkl. Fließschema
  • erwartete Gasqualität (Beschreibung aller brenntechnischen Kenndaten und Gasbegleitstoffe nach DVGW-Arbeitsblatt G260)

Mit Vorliegen der vollständigen Unterlagen werden wir Ihnen innerhalb von zwei Wochen mitteilen, welche Prüfungen zur Vorbereitung einer Entscheidung über das Netzanschlussbegehren notwendig sind und in welcher Höhe Ihrerseits eine Vorauszahlung für die Prüfung zu leisten ist.

Nach Zahlungseingang werden wir eine Anschlussmöglichkeit an das Netz von Westfalen Weser Netz prüfen. Das Ergebnis der Prüfungen teilen wir Ihnen unverzüglich, spätestens aber drei Monate nach Eingang der Vorauszahlung mit.

Nach einem positiven Prüfungsergebnis werden wir Ihnen innerhalb von 3 Monaten ein verbindliches Vertragsangebot vorlegen.

Info

Das Netzanschlussbegehren und prüfungsrelevante Unterlagen sind zu richten an:

Westfalen Weser Netz GmbH
Fachbereich Einspeisemanagement
Tegelweg 25
33102 Paderborn

Technische Mindestanforderungen

Gemäß § 19 Abs. 2 EnWG sind Betreiber von Gasversorgungsnetzen verpflichtet, unter Berücksichtigung der nach § 17 EnWG festgelegten Bedingungen für den Netzanschluss von LNG-Anlagen, dezentralen Erzeugungsanlagen und Speicheranlagen, von anderen Fernleitungs- oder Gasverteilungsanlagen und von Direktleitungen technische Mindestanforderungen an deren Auslegung und deren Betrieb festzulegen und im Internet zu veröffentlichen.

Dokumente:

Technische Mindestanforderungen für die Einspeisung von Biomethan in das Erdgasnetz von Westfalen Weser Netz

Datenerfassungsblatt zur Biomethaneinspeisung

Netzauslastung

Die Netzbetreiber haben für den Netzanschluss von Biogasanlagen neben den in § 19 Abs. 2 EnWG aufgeführten Angaben auf ihrer Internetseite eine laufend aktualisierte, übersichtliche Darstellung der Netzauslastung in ihrem gesamten Netz einschließlich der Kennzeichnung tatsächlicher oder zu erwartenden Engpässe zu machen.

Jede Einspeisung in das Erdgasnetz von Westfalen Weser Netz setzt eine Prüfung des Netzanschlussbegehrens voraus.
Bei Instandhaltungsarbeiten am Gasnetz wird grundsätzlich sichergestellt, dass Kapazitäten nicht beeinträchtigt werden.
Derzeit sind im Netzgebiet von Westfalen Weser Netz keine kapazitätsrelevanten Instandhaltungsarbeiten geplant.

Kontakt

Bereich Einspeisemanagement