Photovoltaikanlage mit Windrädern im Hintergrund bei blauem Himmel

Informationen zur Einspeisung

Hier können Sie weitere Informationen rund um das Thema Einspeisung selbsterzeugter Energie finden, Ihre Erzeugungsanlage anmelden oder eine Voranfrage (ab 15kW oder Anlagenerweiterung) stellen.

                     Voranfrage stellen (ab 15 kW oder Zweitanlage)                     

                                    Erzeugungsanlage anmelden                                        

           Steckerfertige Erzeugungsanlage anmelden (bis 600 Watt)                         

                                             

Information zur auslaufenden EEG-Förderung

Am 01.01.2021 läuft für alle Erzeugungsanlagen (ausgenommen Wasserkraftanlagen) mit Inbetriebnahmedatum vor dem 01.01.2001 die Förderung nach dem EEG aus.

Der Gesetzgeber hat für EEG-Anlagen bis 100 kW und ausgeförderte Windenergieanlagen (unabhängig von der Leistung) im EEG 2021 eine Anschlussregelung formuliert, die wie folgt aussieht.

Wir als Netzbetreiber nehmen den Strom weiter auf und vergüten den energieträgerspezifischen Marktwert für die Einspeisung abzüglich der Vermarktungskosten der ÜNB (0,4 ct/kWh in 2021). Dafür ist für Anlagen, die aktuell die Einspeisevergütung erhalten, keine Meldung durch den Anlagenbetreiber erforderlich.

Diese Regelung gilt auch bei einer Umstellung auf Selbstverbrauch. Ab einer Leistung von 30 kW bzw. mehr als 30.000 kWh Selbstverbrauch wird allerdings danach die verminderte EEG-Umlage fällig.

Anlagen, die sich bereits jetzt in der Direktvermarktung mit Marktprämie befinden, müssen zum 01.01.2021 in die sonstige Direktvermarktung wechseln oder sich aus der Direktvermarktung abmelden. Bei einer Abmeldung, dürfen wir als Netzbetreiber die Mengen wieder aufnehmen und ggf. vergüten.

Ausgeförderte EEG-Anlagen über 100 kW, die keine Windenergieanlagen sind, erhalten keine Anschlussförderung und müssen zwingend in die sonstige Direktvermarktung wechseln. Eine Einspeisung ohne die Zuordnung zu einem Bilanzkreis ist unzulässig.

Anfang 2021 werden wir die betroffenen Anlagenbetreiber anschreiben und über die entsprechenden Rahmenbedingungen informieren.

Information zur Umsetzung der befristeten Umsatzsteuersenkung

Information zur Umsetzung der befristeten Umsatzsteuersenkung

Auch bei der Vergütung für Erzeugungsanlagen haben wir die von der Bundesregierung befristete Umsatzsteuersenkung für Juli bis Dezember 2020 umgesetzt. Dabei haben wir uns an den Umsetzungsausführungen vom Bundesfinanzministerium orientiert.

Zu unserer Vorgehensweise folgende Erläuterungen:

Sie erhalten eine Jahresabrechnung und monatliche Abschläge:

Den bestehenden Abschlagsplan 2020 haben wir nicht angepasst. Das bedeutet, dass auch die Abschläge im zweiten Halbjahr 2020 mit 19 % Umsatzsteuer und in der bisherigen Höhe gezahlt wurden. In der Jahresabrechnung 2020 rechnen wir die gesamte Jahreseinspeisung mit 16 % Umsatzsteuer ab. Dies ist zulässig, da nach dem Stichtagsverfahren die am Ende des Abrechnungszeitraums gültige Umsatzsteuer für den gesamten Abrechnungszeitraum abgerechnet werden muss. Abrechnungszeitraum ist das Kalenderjahr und der am 31.12.2020 gültige Steuersatz von 16 % ist daher zu verwenden. Die Korrektur der Umsatzsteuer nehmen wir durch das Verrechnen der Abschläge in der Jahresabrechnung vor.

Die Verrechnung der unterschiedlichen Umsatzsteuersätze bei den Abschlägen und der Jahresabrechnung ist für Sie unschädlich, da Sie die Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen müssen und zu viel gezahlte Umsatzsteuer erstattet bekommen.

Sie erhalten monatliche Abrechnungen:

Gutschriften für die Monate Januar bis Juni 2020 haben wir mit 19% Umsatzsteuer und für die Monate Juli bis Dezember 2020 mit 16% Umsatzsteuer abgerechnet. Wenn Sie zusätzliche eine Gesamtjahresabrechnung erhalten, grenzen wir in dieser Abrechnung die Mengen entsprechend an.

Einspeisung Überblick

Sie beabsichtigen eine Anlage zur Erzeugung von elektrischem Strom zu errichten und an unser Verteilungsnetz anzuschließen?

Dabei kann die Anlage bzw. der erzeugte Strom in den Anwendungsbereich unterschiedlicher gesetzlicher Regelungen fallen. Zu unterscheiden sind hierbei:

Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (Erneuerbare-Energien-Gesetz - EEG)

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz - EEG in der Neufassung vom 19. Juni 2020 verfolgt im Interesse des Klima- und Umweltschutzes das Ziel einer nachhaltigen Entwicklung der Energieversorgung. Das Gesetz regelt u.a. den Anschluss von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien und Grubengas, sowie die Abnahme und Vergütung dieses Stroms durch die Netzbetreiber. Zu den regenerativen Energien zählen Wasser-, Wind- und solare Strahlungsenergie, Geothermie, Deponie- und Klärgas sowie Biomasse.

Ziel des EEG ist es, im Interesse des Klima- und Umweltschutzes eine nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung zu ermöglichen und den Beitrag Erneuerbarer Energien an der Stromversorgung bis 2035 auf mindestens 55% zu erhöhen.

Zum EEG

Gesetz zur Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung (Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz – KWKG)

Das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG), das im Jahr 2002 in Kraft trat, dient als Grundlage der Förderung von KWK-Anlagen. Es regelt eine umlagefinanzierte Förderung für die gemeinsame und effiziente Erzeugung von Strom und Wärme. Nach dem KWKG erhalten Betreiber geförderter KWK-Anlagen zeitlich befristete Zuschlagszahlungen. Es setzt Anreize für Investitionen in hocheffiziente und CO2-arme KWK-Anlagen, um den Anteil der Stromerzeugung aus KWK zu erhöhen.


Am 1. Januar 2016 ist eine Novelle in Kraft getreten, wobei der Gesetzgeber das Fördervolumen auf 1,5 Milliarden Euro pro Jahr verdoppelt hat. Die Novelle verfolgt insbesondere die Ziele Klimaschutz, Flexibilität, Planungssicherheit und die Harmonisierung der Privilegierungen von KWKG- und EEG-Umlage.

Zum KWKG

Weitere Informationen

Vergütungsvoraussetzung ist die Registrierung im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur.
Seit dem 31.01.2019 ist das Webportal des Marktstammdatenregisters (MaStR) in Betrieb und löst das PV-Meldeportal ab.
Die Meldepflichten nach der Marktstammdatenregisterverordnung (MaStRV) sind seitdem ausnahmslos über das MaStR-Webportal unter folgendem Link zu erfüllen:

Markststammdatenregister


Dies gilt auch für BHKW-KWK Anlagen, die sich zusätzlich bei der BAFA unter folgendem Link registrieren müssen:

BAFA


Steckerfertige Erzeugungsanlagen (Mini-PV Anlagen, Balkonanlagen, etc.) dürfen eine Leistung von 600 Watt nicht übersteigen.
Es darf keine weitere Erzeugungsanlage über den gleichen Zähler angeschlossen sein.

Der Anschluss ist nur fest oder über eine spezielle Steckvorrichtung (kein Schuko-Stecker!) in einem Endstromkreis zulässig.
Die Strombelastbarkeit der Leitung und der Sicherung ist zu überprüfen.

VDE | FNN häufig gestellte Fragen