Das Pikto zeigt eine Glühbirne mit einem Haus

Netzanschluss

Technische Mindestanforderungen

Für Anschlüsse im Stromnetz von Westfalen Weser Netz

Es gelten neben den gesetzlichen und behördlichen Bestimmungen und den anerkannten Regeln der Technik als technische Mindestanforderungen für den Anschluss einer elektrischen Anlage des Anschlussnehmers an das Elektrizitätsnetz der Westfalen Weser Netz grundsätzlich die Technischen Anwendungsregeln (TAR) vom Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE (FNN). Vorrangig gelten die Technischen Anschlussbedingungen (TAB) der Westfalen Weser Netz.

Anschluss an das Hochspannungsnetz

Technische Regeln für den Anschluss von Kundenanlagen an das Hochspannungsnetz und deren Betrieb (TAR Hochspannung)

Technische Anschlussregel Hochspannung

Anschluss an das Mittelspannungsnetz

Technische Regeln für den Anschluss von Kundenanlagen an das Mittelspannungsnetz und deren Betrieb (TAR Mittelspannung)

Technische Anschlussregel Mittelspannung

Technische Anschlussbedingungen für den Anschluss an das Niederspannungsnetz

Für den Anschluss an das Niederspannungsnetz gelten neben den technischen Anwendungsregeln  VDE-AR -N4100 2019-04 und den VDE-AR -N4105 2018-11 der Bundesmusterwortlaut des BDEW Technische Anschlussbedingungen TAB 2023 und dazu die ergänzenden Bestimmungen der Westfalen Weser Netz.

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VDE-Anwendungsregeln

Im Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE werden technische Anwendungsregeln (TAR) für den Anschluss und den Betrieb von Übertragungs- und Verteilnetzen erarbeitet.

VDE-AR-N 4100 - Anwendungsregel, TAR Niederspannung *
Die VDE-AR-N 4100 Anwendungsregel fasst die wesentlichen Gesichtspunkte zusammen, die beim Anschluss von Kundenanlagen an das Niederspannungsnetz des Netzbetreibers zu beachten sind. Sie dient gleichermaßen dem Netzbetreiber wie dem Errichter als Planungsunterlage und Entscheidungshilfe.

VDE-AR-N 4105 Anwendungsregel, Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz *
Die VDE-AR-N 4105 ist für Erzeugungsanlagen und Speicher anzuwenden.
Die VDE-Anwendungsregel 4105 legt die technischen Anforderungen für Erzeugungsanlagen und Speicher fest, die über VDE-AR-N 4100 „Technische Regeln für den Anschluss von Kundenanlagen an das Niederspannungsnetz und deren Betrieb (TAR Niederspannung)“ hinausgehen.

VDE-AR-N 4110 Anwendungsregel, TAR Mittelspannung *
Die VDE-AR-N 4110 Anwendungsregel legt die technischen Anschlussregeln (TAR) für Planung, Errichtung, Betrieb und Änderung von Kundenanlagen (Bezugs- und Erzeugungsanlagen, Speicher sowie Mischanlagen) fest, die am Netzanschlusspunkt an das Mittelspannungsnetz eines Netzbetreibers der allgemeinen Versorgung angeschlossen werden.

*Anwendungsregeln sind rechtlich geschützt und können hier nicht veröffentlicht werden. Die Anwendungsregeln sind Bestandteil des VDE Auswahlordner für das Elektrotechniker-Handwerk, sie können über den VDE-Verlag bezogen werden.

Technische Anforderungen Fernwirktechnik

Nach den Regeln des § 9 EEG 2017 sind Erzeugungsanlagen abhängig von ihrer Leistung mit unterschiedlichen technischen Einrichtungen zur ferngesteuerten Reduzierung der Einspeiseleistung und der Abrufung der Ist-Einspeiseleistung auszurüsten. Das relevante technische Regelwerk sowie die Definition einer Schnittstelle zwischen der Erzeugungsanlage und dem Netzverknüpfungspunkt zur Installation einer Fernwirk (FWA)- oder Tonfrequenz Rundsteueranlage (TRA) finden Sie im Bereich Einspeisemanagement:

Technische Anforderungen Fernwirktechnik

Netzanschluss

Ihre Eintrittskarte für die Nutzung unserer Versorgungsnetze

Damit Sie Strom, Gas und Wasser beziehen oder Ihre selbst erzeugte Energie einspeisen können, benötigen Sie einen Anschluss an das jeweilige Versorgungsnetz des lokalen Netzbetreibers sowie geeignete Messeinrichtungen (Zähler).
Westfalen Weser Netz  garantiert Ihnen und Ihrem Energielieferanten für die Nutzung der entsprechenden Netze eine faire Behandlung nach objektiven, transparenten und diskriminierungsfreien Kriterien.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Netzanschluss-Portal:

Portal Netzanschluss

Die Preise für Strom- und Gas-Netzanschlüsse finden Sie hier.

Sie haben Fragen zum Netzanschluss?

Gerne helfen wir Ihnen in unseren NetzPunkten weiter.

Sie finden uns hier.

Hier können Sie sich die Ergänzenden Bedingungen zur Niederspannungsanschlussverordnung (NAV) herunterladen.

Wichtiger Hinweis

Bei Schäden im Netz der Allgemeinen Versorgung einschließlich der Netzanschlussleitungen können Überspannungszustände entstehen, die möglicherweise Auswirkungen auf die Kundenanlage haben.

Der Netzbetreiber haftet in diesen Fällen bei Vermögensschäden nur, wenn er mindestens grob fahrlässig gehandelt hat (§ 18 NAV).

Jeder Kunde hat jedoch die Möglichkeit, seine Kundenanlage durch eigene Sicherungsmaßnahmen gegen Schäden zu schützen. Das Elektrofachhandwerk gibt dazu wichtige Ratschläge und Tipps.

Baukostenzuschuss

Der Baukostenzuschuss (BKZ) dient der teilweisen Abdeckung der Kosten für die Erstellung oder Verstärkung der dem Netzanschluss vorgelagerten Netzanlagen. Rechtsgrundlage für die Erhebung von Baukostenzuschüssen in Niederspannung ist die Niederspannungsanschlussverordnung (NAV), in den Netzebenen oberhalb der Niederspannung erfolgt Ermittlung und Erhebung von BKZ nach Vorgaben der Bundesnetzagentur.

Der BKZ ist in seiner Funktion von den Netzanschlusskosten zu unterscheiden; diese beziehen sich nicht auf das vorgelagerte Netz, sondern auf die individuelle Anbindung einer Kundenanlage an diese Netze. Die Netzanschlusskosten werden folglich ergänzend zum BKZ erhoben. Die aus der Erhebung von Baukostenzuschüssen und Netzanschlusskosten resultierenden Erträge müssen bei der Kalkulation der Netznutzungsentgelte kostenmindernd berücksichtigt werden und senken die von der Bundesnetzagentur geprüften und genehmigten Netznutzungsentgelte.

Baukostenzuschuss nach den Vorgaben der Bundesnetzagentur

Um eine sachgerechte, einheitliche Ermittlung und Anwendung von Baukostenzuschüssen oberhalb der Niederspannungsebene bei allen Netzbetreibern zu erreichen, hat die Bundesnetzagentur ihr bisheriges Kalkulationsmodell weiterentwickelt und das Positionspapier angepasst. Auch dieses überarbeitete Modell genügt einerseits den Transparenzanforderungen des Energiewirtschaftsgesetzes, entfaltet andererseits aber auch weiterhin die nötige Steuerungswirkung, um das Entstehen überdimensionierter und ineffizienter Netze zu verhindern. Ursprünglich wurde beim Leistungspreismodell auf den jeweils bei Vertragsschluss oder der Vertragsanpassung geltenden veröffentlichten Leistungspreis (LP) abgestellt. Angesichts der zuletzt zum Teil auch durch externe Eingriffe stark schwankende LP ist eine Glättung aus Sicht der Bundesnetzagentur im Sinne des Anschlussnehmers angemessen und geboten. Die Ermittlung des geglätteten LP erfolgt als arithmetisches Mittel aus den geltenden veröffentlichten LP der Anschlussebene des aktuellen Jahres, in dem der Vertrag geschlossen wurde, und der vergangenen vier Jahre. Dies führt dazu, dass die Schwankungen im LP abgemildert werden. Vor diesem Hintergrund sieht die zuständige Beschlusskammer (BK 6) eine Ermittlung der BKZ anhand dieses Modells als angemessen an.

Weitere Punkte des veröffentlichten Positionspapiers sind u.a. Anwendungsgrundsätze für die BKZ-Erhebung in den genannten Netzebenen bei Wechsel der Örtlichkeit des Netzanschlusses, bei Netzebenenwechsel und bei Leistungserhöhung sowie Aussagen zur Berücksichtigung von BKZ im Rahmen der Netzengeltkalkulation.

Westfalen Weser Netz hat die Baukostenzuschüsse auf Grundlage der nach neuem Positionspapier der Bundesnetzagentur geänderten Kalkulationsmethodik ermittelt und stellt sie entsprechend den Vorgaben der Bundesnetzagentur bei erstmaliger Erstellung eines Anschlusses oder bei Leistungserhöhungen in Rechnung.

Das Positionspapier der Bundesnetzagentur kann unter dem folgenden Link heruntergeladen werden:

Die ab dem 01.01.2026 geltenden Baukostenzuschüsse werden in der nachfolgenden Tabelle veröffentlicht. Der Baukostenzuschuss richtet sich jeweils nach der Netzebene, an die der Anschluss der Kundenanlage erfolgt.

Der Baukostenzuschuss für den Anschluss an das Netz oberhalb der Niederspannung

Netzebene des Anschlusses

 Preis in EUR/kW (netto)Preis in EUR/kW (brutto)
Hochspannung 128,29152,67
Umspannung Hoch-/Mittelspannung 125,04148,80
Mittelspannung 125,32149,13
Umspannung Mittel-/Niederspannung 122,00145,18
Baukostenzuschuss nach Niederspannungs-Anschlussverordnung

Rechtsgrundlage für die Erhebung eines Baukostenzuschusses in der Niederspannungsebene ist die Niederspannungs-Anschlussverordnung. Der Baukostenzuschuss im Niederspannungsnetz von Westfalen Weser Netz wurde in den Ergänzenden Bedingungen zur Niederspannungs-Anschlussverordnung veröffentlicht. Diese Ergänzenden Bedingungen können Sie sich über den Link herunterladen.

Anforderungen an Speicheranfragen für die Mittel- bzw. Hochspannung

Batteriespeicher, die elektrische Energie aus dem Netz beziehen sind Anlagen im Sinne des EnWG und müssen bei Westfalen Weser Netz als Netzanschluss über unser Online-Portal beantragt werden (Bauherren/Neuanschluss). Jeder Batteriespeicher muss vor Inbetriebnahme bei Westfalen Weser Netz angefragt werden. Dies gilt unabhängig davon, ob der Speicher ins Netz einspeist (z.B. Arbitrage Handel) oder die elektrische Energie in der Kundenanlage verbraucht wird (z.B. Lastspitzenkappung). Speicher, die ausschließlich aus EEG-Anlagen geladen werden, müssen über die Einspeisevoranfrage angefragt werden. Eine Anmeldung als Netzanschluss ist nicht möglich. Weitere Informationen finden Sie hier

Bei Batteriespeichern wird zwischen einer unverbindlichen und verbindlichen Netzanschlussanfrage unterschieden.

Unverbindliche Netzanschlussanfrage: Sie erhalten eine unverbindliche Auskunft über den Netzanschluss Ihres angefragten Speichers („Netzauskunft“) zum Zeitpunkt der Prüfung. Es wird keine Leistung reserviert. Verschiedenen Anfragen können insofern demselben Netzverknüpfungspunkt bzw. derselben Leistung zugeordnet werden, da eine konkrete Bauabsicht noch nicht erkennbar ist. Unverbindliche Speicheranfragen nehmen nicht am Repartierungsverfahren teil.  

Verbindliche Netzanschlussanfrage: Bei Vorlage aller bei einer verbindlichen Netzanschlussanfrage geforderten Unterlagen für einen Speicher in der Mittel- oder Hochspannung mit einer Bezugsleistung unter 1 MW erhalten Sie nach Abschluss der technischen Prüfung ein Netzanschlussangebot mit einem verbindlichen Netzanschlusspunkt. Bei Netzanschlussanfragen ≥ 1 MW ist neben der Vorlage der Unterlagen für eine verbindliche Netzanschlussanfrage von Speichern in der Mittel- oder Hochspannung die Teilnahme am Repartierungsverfahren notwendig. 

Weitere Informationen zum Reservierungsverfahren finden Sie im unten verlinkten PDF-Dokument „Reservierungsverfahren Speicher“.

Netzanschlussanfrage bei Speichern für die Mittel- bzw. Hochspannung

Bitte stellen Sie Ihre Anfrage über unser Webportal Netzanschluss (Bauherren/Neuanschluss).

Außerdem sind folgende Unterlagen mit dem Antrag einzureichen:

Unterlagen unverbindliche Netzanschlussanfrage
  • Formular: „Anlage zum Netzanschluss eines Speichers mit Netzbezug
  • Vollmacht zur Beantragung und Herstellung eines Netzanschlusses. Vorlage
  • Übersichtsplan der örtlichen Lage des zu versorgenden Grundstücks (Maßstab 1:25.000 oder 1:10.000, Detailplan 1:500)
  • Lageplan, aus dem Orts- und Straßenlage, die Bezeichnung und die Grenzen des Grundstücks sowie der Aufstellungsort der geplanten Anlage hervorgeht (Maßstab 1:25.000 oder 1:1.000, innerorts 1:500)

Bitte sehen Sie davon ab uns zusätzliche Dokumente (SLD, Zertifikate, Baulaufpläne, Unternehmensbeschreibungen usw.) zu senden da diese den Prüfaufwand erhöhen. Sollten wir ergänzende Dokumente benötigen werden wir diese anfordern. Dies behalten wir uns vor.

Unterlagen für eine verbindliche Netzanschlussanfrage
  • Formular: „Anlage zum Netzanschluss eines Speichers mit Netzbezug
  • Vollmacht zur Beantragung und Herstellung eines Netzanschlusses. Vorlage
  • Übersichtsplan der örtlichen Lage des zu versorgenden Grundstücks (Maßstab 1:25.000 oder 1:10.000, Detailplan 1:500)
  • Lageplan, aus dem Orts- und Straßenlage, die Bezeichnung und die Grenzen des Grundstücks sowie der Aufstellungsort der geplanten Anlage hervorgeht (Maßstab 1:25.000 oder 1:1.000, innerorts 1:500)
  • Vollständige Baugenehmigung
  • Um Ihre Speicheranfrage ≥ 1 MW bearbeiten zu können, ist es zwingend notwendig am Repartierungsverfahren teilzunehmen.
  •  Bitte beachten Sie die Hinweise unter diesem Link

Wenn für die Errichtung und den Betrieb der Anlage keine Baugenehmigung erforderlich sein sollte reichen Sie uns bitte eine projektspezifische Bescheinigung des zuständigen Bauamtes ein, aus der hervor geht, dass für den Speicher keine Baugenehmigung und auch keine andere öffentlich-rechtliche Genehmigung (insb. BImschG-Genehmigung) notwendig ist.

Bitte sehen Sie davon ab uns zusätzliche Dokumente (SLD, Zertifikate, Baulaufpläne, Unternehmensbeschreibungen usw.) zu senden da diese den Prüfaufwand erhöhen. Sollten wir ergänzende Dokumente benötigen, werden wir diese anfordern. Dies behalten wir uns vor.

Dokumente zu Netzanschlussanfragen bei Speichern

Für Fragen wenden Sie sich bitte an: speicheranfragen@ww-energie.com

Netzanschluss für konventionelle Kraftwerke

Mit Inkrafttreten der Kraftwerks-Netzanschlussverordnung (kurz: KraftNAV) am 30.06.2007 sind per Verordnung die Bedingungen für den Netzanschluss von Erzeugungsanlagen mit einer Nennleistung ab 100 MW geregelt. Dieses betrifft Elektrizitätsversorgungsnetze mit einer Nennspannung von mindestens 110 kV.

Als Betreiber eines 110-kV-Verteilnetzes veröffentlicht Westfalen Weser Netz folgende Angaben:

  • Prüfungsablauf eines Netzanschlussbegehrens
  • Datenabfrage für die Prüfung
  • Netzanschlussvertrag
  • Netzanschlussbedingungen
  • Netzschemaplan mit Netzauslastung
  • Kraftwerksanschluss-Register
Prüfungsablauf eines Netzanschlussbegehrens

Der Prüfungsablauf erfolgt gemäß §3, Absatz 2), 3) und 4) der KraftNAV.

Mit der qualifizierten Anfrage zur Prüfung eines Netzanschlussbegehrens hat der Netzbetreiber spätestens nach 2 Wochen dem anfragenden Anschlussnehmer ein Angebot zu unterbreiten, aus dem der Umfang der Unterlagen zur Prüfung und die Kosten hervorgehen.

Eine Liste mit den für eine Prüfung erforderlichen Daten kann unter dem folgenden Link heruntergeladen werden:

Anschlusszusage

Mit einem positiven Prüfungsergebnis erhält der Anschlussnehmer eine Anschlusszusage. Diese beinhaltet eine Reservierung der angefragten Netzanschlussleistung an dem technisch geeigneten Anschlusspunkt. Diese Anschlusszusage wird mit Zahlung der in der KraftNAV festgelegten Reservierungsgebühr in Höhe von 1.000 EUR/MW für 12 Monate wirksam. Für das Wirksamwerden muss die Zahlung innerhalb von einem Monat nach der Anschlusszusage erfolgt sein. Bei Ausführung des Anschlusses wird die Reservierungsgebühr mit den Anschlusskosten verrechnet.

Ablauf des Anschlussverfahrens

Mit dem Wirksamwerden der Netzanschlusszusage erfolgt der weitere Ablauf des Anschlussverfahrens gemäß KraftNAV.

Innerhalb von 3 Monaten nach Anschlusszusage ist ein Verhandlungsfahrplan über die Fristen für die Verhandlung zum Abschluss des Netzanschlussvertrages aufzustellen. Der Vertragsabschluss soll in der Regel innerhalb von 12 Monaten erfolgen.

Der Netzanschlussvertrag befindet sich in der Schlussabstimmung. Er enthält die wesentlichen Bedingungen aus der KraftNAV und wird in Kürze an dieser Stelle zum Herunterladen bereitgestellt. Spezifika des Anschlusses werden in den Anlagen zum Netzanschlussvertrag geregelt.

Zusammen mit dem Netzanschlussvertrag wird ein Realisierungsfahrplan über Inhalt, zeitliche Abfolge und Verantwortlichkeiten zur Errichtung der Erzeugungsanlage und zur Realisierung des Netzanschlusses vereinbart. Darauf erfolgt die Ausführungsumsetzung des Anschlusses und des etwaig erforderlichen Netzausbaus.

Veröffentlichungspflichten des Netzbetreibers

Gemäß § 3 der KraftNAV hat der Netzbetreiber auf seiner Internetseite Informationen bereitzuhalten, die einen Anschlussinteressenten bei seiner Standortwahl unterstützen. Dieses ist - neben der bereits aufgeführten Unterlagen- und Datenliste und dem Netzanschlussvertrag - ein vereinfachter Schemaplan und die Netzauslastung des 110 kV-Netzes.

Aufgrund der Struktur des 110-kV-Netzes mit primärer Verteilaufgabe und nur in geringem Umfang einer Transportaufgabe ist eine quantitative Darstellung der verfügbaren Leitungskapazitäten zum Anschluss von Erzeugungsanlagen > 100 MW sehr eingeschränkt möglich.
Der Ausbau regenerativer Einspeisungen nimmt seit einigen Jahren stark zu. Die Netzkapazitäten des 110-kV-Verteilnetzes können deshalb regional bereits stark vorbelastet sein. Darüber hinaus besteht die Notwendigkeit, Einspeiseleistungen unabhängig von diesen Netzengpässen aufgrund der Anforderungen des vorgelagerten Übertragungsnetzbetreibers zur Aufrechterhaltung der Systemsicherheit zu reduzieren. Unter diesen Gesichtspunkten kann der Anschluss von Erzeugungsanlagen > 100 MW an das 110-kV-Verteilnetz nur individuell betrachtet werden.

Kraftwerksregister

Das nach § 9 der KraftNAV vorgesehene gemeinsame Register aller Erzeugungsanlagen, die bereits bestehen oder für die ein Netzanschlussbegehren vorliegt, wird beim Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE (FNN) geführt und kann dort angefordert werden (www.vde.com/fnn).

Die Auflistung der beim Netzbetreiber Westfalen Weser Netz GmbH angeschlossenen Anlagen kann dem Kraftwerksregister entnommen werden.

Allgemeine Bedingungen

Für den Netzanschluss von Letztverbrauchern an das Niederspannungsnetz

Niederspannungsanschlussverordnung (NAV)

Verordnung über Allgemeine Bedingungen für den Netzanschluss und dessen Nutzung für die Elektrizitätsversorgung in Niederspannung (Niederspannungsanschlussverordnung - NAV) vom 1. November 2006

Niederspannungsanschlussverordnung

 

Ergänzende Bedingungen zu der Verordnung über Allgemeine Bedingungen für den Netzanschluss und dessen Nutzung für die Elektrizitätsversorgung in Niederspannung (Niederspannungsanschlussverordnung - NAV)

Maßgebend für die Besteuerung der Lieferungen/sonstigen Leistungen ist der zum Zeitpunkt der Ausführung dieser Lieferungen/sonstigen Leistungen geltende gesetzlich vorgeschriebene Umsatzsteuersatz.

Die nachfolgenden Allgemeinen Bedingungen gelten für die netzorientierte Steuerung von steuerbaren Verbrauchseinrichtungen und von Netzanschlüssen mit steuerbaren Verbrauchseinrichtungen, die nach dem 31. Dezember 2023 in Betrieb genommen worden sind und für Bestandsanlagen, die in den Anwendungsbereich der Festlegung wechseln bzw. ab dem 1. Januar 2029 fallen.

Blindarbeit

Auf Basis der Festlegung BK6-20-120 der Bundesnetzagentur zur Marktkommunikation 2022 vom 21.12.2020 hier ist ab dem 01.04.2022 eine Abrechnung von Blindarbeit gegenüber dem Netznutzer, der nicht zugleich Anschlussnutzer ist, nicht mehr zulässig (siehe auch Netznutzungsvertrag (NNV) § 7 Abs. 12 in gültiger Fassung ab 01.04.2022 hier). Vor diesem Hintergrund wird die Westfalen Weser Netz GmbH ab dem 01.01.2022 die Abrechnung der Blindarbeit im Rahmen der Netznutzungsentgeltabrechnung gegenüber dem Netznutzer vorerst aussetzen. Diese Aussetzung stellt allerdings keinen Verzicht des Netzbetreibers auf diesbezüglich bestehende vertragliche Ansprüche aus dem Anschlussnutzungsverhältnis dar. Die Westfalen Weser Netz GmbH behält sich die Überprüfung des Abnahmeverhaltens im Hinblick auf die Beanspruchung von Blindleistung sowie die Geltendmachung eines finanziellen Ausgleichs bei Überschreitung der Grenzen für die Blindarbeit im Rahmen des Anschlussnutzungsverhältnisses vor. Zunächst setzen wir bei etwaigem Fehlverhalten auf die technische Kompensation zur Einhaltung der von der Westfalen Weser Netz GmbH vorgegebenen Grenzen der Blindleistungsinanspruchnahme durch Sie als Anschlussnutzer.


Zu weiteren Informationen haben wir Ihnen eine Fragen- und Antwortliste beigefügt (FAQ-Liste).

Fragen und Antworten zur Blindarbeitsabrechnung

Verträge

Das Vertragwerk zur Anbindung von Anschlüssen an das Stromnetz von Westfalen Weser Netz sowie zur Nutzung dieser Anschlüsse setzt sich aus zwei Hauptbestandteilen mit verschiedenen Anhängen zusammen:

  • Netzanschlussvertrag
  • Anschlussnutzungsvertrag

Die Verträge und die dazu gehörenden Anlagen können Sie auf den folgenden Seiten herunterladen:

Netzanschlussvertrag

Das Vertragwerk zur Anbindung von Anschlüssen an das Stromnetz von Westfalen Weser Netz sowie zur Nutzung dieser Anschlüsse setzt sich aus zwei Hauptbestandteilen mit verschiedenen Anhängen zusammen:

  • Netzanschlussvertrag
  • Anschlussnutzungsvertrag

Die Verträge und die dazu gehörenden Anlagen können Sie auf den folgenden Seiten herunterladen:

Anschlussnutzungsvertrag

Der Anschlussnutzungsvertrag zwischen dem Anschlussnutzer (Letztverbraucher) und Westfalen Weser Netz regelt die Rechte und Pflichten die sich aus der Belieferung über diesen Anschluss und dessen Nutzung zur Entnahme bzw. Einspeisung von Elektrizität ergeben.

Datenschutzinformation für sonstige Betroffene